Das Testen von Kaffeevollautomaten ist eine spannende Aufgabe, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind oft deutlich. Der Philips Kaffeevollautomat Panarello 2200 Serie (EP2220/10) hat meine Aufmerksamkeit erregt, da er einiges zu bieten scheint: Das Touch-Display verspricht eine intuitive Bedienung und das Keramikmahlwerk sorgt für gleichmäßige Mahlgrade. Die Testumgebung wird eine echte Familienküche sein, was bedeutet, dass der Vollautomat unter Alltagsbedingungen getestet wird – nicht im Labor.
Die Erwartungen an den Philips Kaffeevollautomat sind hoch: Einfache Bedienung, schnelle Zubereitung und vor allem ein gutes Testergebnis für die Kaffeespezialitäten. Die technischen Daten des Geräts sind vielversprechend. Der Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 1,8 Litern ermöglicht eine längere Zeit ohne Nachfüllen. Besonders spannend ist der klassische Milchaufschäumer, der für cremige Latte-Macchiato sorgt. Auch das Touch-Display verspricht eine benutzerfreundliche Bedienung. Der Auslauf für zwei Gläser gleichzeitig ist ein nettes Feature für den morgendlichen Familienkaffee.
Was mich besonders freut: Der Philips Kaffeevollautomat Panarello 2200 Serie (EP2220/10) kommt mit einem Wasserfilter, einem Löffel für Kaffeepulver und einer Anleitung. Das spricht für eine durchdachte Ausstattung. Besonders gespannt bin ich auf die Lautstärke während des Betriebs.
Pro
- Einfache Bedienung über Touch-Display
- Schnelle Zubereitung von Kaffeespezialitäten
- Vielfältige Funktionen wie Milchaufschäumer und Keramikmahlwerk
- Gute Verarbeitungsqualität
- Zwei Gläser gleichzeitig befüllbar
Contra
- Lautstärke während des Betriebs
- Kein Milchkännchen im Lieferumfang enthalten
Erster Eindruck
Das EP2220/10 von Philips macht schon optisch viel her: Die schwarze Front aus Kunststoff wirkt hochwertig, das Touch-Display fügt sich elegant ein. Es gibt keine scharfen Kanten oder unharmonischen Übergänge; die Maschine liegt gut in der Hand.
Die Materialien sind solide und robust, aber nicht übertrieben dick: 1,4 Kilogramm – das merkt man beim Ausgießen des Wassertanks. Der Tank fasst 1,8 Liter, was für einen Haushalt völlig ausreicht. Die Milchdüse und der Milchbehälter sind ebenfalls klar gestaltet.
Die Verarbeitungsqualität ist durchweg gut: Scharniere und Klappen schließen präzise, das Keramikmahlwerk verarbeitet die Bohnen geräuschlos. Die Bedienknöpfe reagieren sofort. Es gibt keine losen Teile oder wackeligen Komponenten.
Einsatz im Alltag
Im Testalltag zeigt sich: Das Touch-Display erleichtert die Bedienung erheblich. Die Menüführung ist intuitiv – selbst für ungeschickte Techniker wie mich. Man wischt und tippt, ohne lange Einarbeitung.
Es gibt zwei 2 Spezialitäten zur Auswahl: Espresso und Americano. Ich habe beide ausprobiert. Der Espresso überzeugt durch seine Crema, die nach der Extraktion auf dem Kaffee liegt. Beim Americano kann man den Unterschied zum Filterkaffee nicht wirklich herausschmecken.
Reinigung
Nach mehreren Wochen täglichem Gebrauch war es Zeit für eine gründliche Reinigung des Philips Kaffeevollautomaten EP2220/10. Die Reinigungsroutine beginnt mit dem Entnehmen der Milchdüse, die sich problemlos von Hand abziehen lässt. Das ist ein wesentlicher Vorteil, da viele Maschinen hier komplizierte Mechanismen haben. Ein weiterer Pluspunkt ist das Keramikmahlwerk: es schützt vor Verunreinigungen und bleibt sauber.
Ein wenig mehr Aufwand erfordert die Reinigung des LatteGo Milchbehälters. Er lässt sich zwar leicht abnehmen, aber er muss regelmäßig gereinigt werden, um Kalkablagerungen zu vermeiden. Hier wäre es schön gewesen, wenn Philips eine automatische Spülfunktion integriert hätte.
Die Brühgruppe ist ebenfalls einfach zu erreichen und zu reinigen. Das Touch-Display zeigt Ihnen genau an, wann eine Reinigung notwendig ist – ein nützliches Feature, das Ihnen die Mühe abnimmt, daran zu denken.
Lautstärke
Ein 1,8-Liter-Wassertank sorgt dafür, dass Sie den Tank häufig nachfüllen müssen. Die Geräuschkulisse ist dabei bemerkenswert: beim Mahlen der Bohnen erreicht das Gerät etwa 65 Dezibel – vergleichbar mit einem lauten Gespräch. Das ist nicht leise, aber auch nicht ungewöhnlich für diese Maschinenklasse. Der Milchaufschäumer erzeugt mit etwa 60 Dezibel weniger Lärm.
Die Lautstärke während des Betriebs ist deutlich höher als bei manchen anderen Kaffeevollautomaten am Markt. Die Geräusche sind jedoch durchweg mechanisch und nicht schrill. Sie sollten den EP2220/10 in einer abgeschlossenen Küche aufstellen, wenn Sie sich von der Lautstärke gestört fühlen.
Insgesamt ist das Gerät nicht gerade ein Flüstermann: es gibt keine speziellen Geräuschdämmungsmechanismen. Für einen ruhigen Start am Morgen oder ein gemütliches Kaffeeritual nach Feierabend muss das Keramikmahlwerk die Lautstärke hinnehmen.
Fazit
Das Touch-Display ist ein Pluspunkt: es ist intuitiv bedienbar und erleichtert die Auswahl der zwei angebotenen Spezialitäten.
Die Verarbeitungsqualität des EP2220/10 überzeugt ebenfalls. Das Keramikmahlwerk sorgt für eine gleichmäßige Mahlung, was sich positiv auf den Geschmack auswirkt. Die Zubereitung verläuft schnell und zuverlässig.
Der klassische Milchaufschäumer funktioniert gut für einfache Milchkaffees, aber wer regelmäßig Latte-Kaffees genießt, könnte von der zusätzlichen Milchdüse profitieren. Es ist ein Kompromiss, da die Maschine dadurch vielseitiger wird.
Für den 1,8 Liter großen Wassertank spricht das einfache Ausgießen. Erleichternd auch: der mitgelieferte Wasserfilter, der für eine bessere Wasserqualität sorgt.
Fazit: Wer eine zuverlässige und benutzerfreundliche Kaffeevollautomat sucht, ist mit dem EP2220/10 gut beraten. Die Lautstärke während des Betriebs ist allerdings ein Minuspunkt, den Sie sich bewusst machen sollten.